Kreativprojekt 2011

Malen, zeichnen und bildhauerisches Arbeiten unter Anleitung von Remy Trevisan (freischaffender Künstler, Maler, zertifizierter Kunsttherapeut) und C.W. Loth (Bildhauer, Dipl. Kunsttherapeut). Ziel des Projekts ist es, die Jugendlichen durch schöpferisches Arbeiten ihre Persönlichkeit entfalten zu lassen.

Zielgruppe: 

Jugendliche 7 Jugendliche vom sozialpädagogischen Projekt „Wohngruppe Severin“, Denzlingen. Die Jugendlichen, zum Teil mit autistischen Indikationen, haben soziale und emotionale Defizite. Sie leben im Haus Schwabenstraße als Wohngruppe zusammen und erhalten dort qualifizierte erzieherische Hilfe nach individuellem Bedarf.

Termine: 

insgesamt 8 Projekttage im Mai und Juni 2011.

Kooperationspartner: 

Haus Schwabenstraße (Außenstelle vom Mariahof Hüfingen), Projektförderung durch die Wilhelm-Oberle-Stiftung.

Zusammenfassung und Ergebnis

Gruppe von KindernDas erste Kreativprojekt auf dem Feißenhof ist erfolgreich abgeschlossen. Sieben Jungen im Alter von 10 bis 13 Jahren haben an vier Wochenenden anhand von verschiedenen künstlerischen Tätigkeiten Neues ausprobiert. Das kreative Angebot, jeweils von den Künstlern Rémy Trevisan und C.W. Loth begeleitet, reichte vom Zeichnen, Skizzieren und Malen bis zum bildhauerischen Gestalten mit Holz und Naturmaterialien, Ton und Pappkarton. In kleinen Gruppen konnten sich die Kinder individuell entfalten und – bei Bedarf – auch zurückziehen. Mit seiner naturnahen Umgebung war der Feißenhof dafür hervorragend geeignet.

Zu den Zielen des Projekts gehörten neben der Entdeckung der eigenen Fähigkeiten und Kreativität auch die Stärkung der sozialen Kompetenzen sowie die Stärkung von Konzentration und Aufmerksamkeit. Den Kindern wurden dabei neue Erfahrungshorizonte eröffnet und auch die Betreuer konnten die Kinder aus einem ganz neuen Blickwinkel erleben. Das Projekt wurde von Prof. em. Gerhard Veith (Katholische Hochschule Freiburg) zusammen mit einer Studentin der Sozialarbeit wissenschaftlich begleitet.

Ein positives Echo

Alle Beteiligten – Kinder, Betreuer, Künstler und Initiator – betrachten das Kunstprojekt als gelungen und bewerten es positiv. Von allen Seiten wurde der Wunsch nach einer Fortsetzung geäußert. Damit ließen sich die Zielsetzungen, die bereits ansatzweise erfüllt werden konnten,  langfristig verstärken.

„Werte bewegen e.V. möchte mit dem Kunstprojekt auf dem Feißenhof kein einmaliges, sondern ein nachhaltiges Angebot ins Leben rufen“, so Helmut Friedel, der das Projekt initiierte und auch finanziell unterstützte.  So wird es im nächsten Jahr weitergehen, eventuell mit größeren Gruppen und einem breiteren künstlerischen Angebot. Die Kinder freuen sich jedenfalls schon jetzt darauf.

 

Stimmen der Beteiligten zum Kunstprojekt:

„Es war eine ganz neue Erfahrung, unsere Jungens bei der kreativen Arbeit zu sehen. Ich war verblüfft, was in jedem Einzelnen alles steckt!“
Steffi Schoch, Betreuerin beim Mariahof

„Es geht darum, in jedem Kind die Neugier und Sensibilität für das zu wecken, was sie in der unmittelbaren Umgebung erwartet.“
Rémy Trevisan, Maler

„Auf dem Feißenhof werden Plätze geschaffen, in denen Kinder sich entfalten können, sich bestätigt fühlen und eine kreative Leistung vollbringen, die anerkannt und geschätzt wird.“
Charly Loth, Bildhauer

„Der Feißenhof bietet die einmalige Chance, Theorie und Praxis in Form solcher künstlerisch-therapeutischer Projekte effektiv zu verbinden.“
Gerhard Veith, Professor der Psychologie

„Was mir am besten gefallen hat? Man wusste immer, dass es ein toller Tag wird.“
Teilnehmer des Kunstprojekts

„Ist das alles für uns?!“
Ungläubiges Staunen der Teilnehmer beim Auspacken der Malutensilien